Die erste längere Etappe unserer BETTY liegt hinter uns: Von Hellevoetsluis ging es auf Jungfernfahrt nach Den Haag. Rund 35 Seemeilen standen auf dem Programm – eine Strecke, die uns mehr gefordert hat, als die Wettervorhersage zunächst vermuten ließ.
Mit durchschnittlich 4,6 Knoten kamen wir gut voran. Der Wind erreichte in Böen bis zu 28 Knoten, doch überraschenderweise war nicht der Wind unsere größte Herausforderung. Vielmehr waren es die Wellen, gegen die wir etwa die Hälfte der Strecke ankämpfen mussten. Immer wieder bremsten sie uns aus und sorgten für eine deutlich anstrengendere Fahrt als erwartet.
Eine weitere besondere Herausforderung war die Querung der Einfahrt nach Rotterdam – einer der verkehrsreichsten Schifffahrtswege Europas. Dort laufen nahezu im Minutentakt große Tanker und Frachtschiffe ein und aus, teilweise mit Geschwindigkeiten von bis zu 20 Knoten. Entsprechend konzentriert mussten wir navigieren und den richtigen Zeitpunkt für die Querung abpassen.
Trotz aller Herausforderungen sind wir sicher und wohlbehalten in Den Haag angekommen. Die BETTY hat ihre Jungfernfahrt mit Bravour gemeistert und gezeigt, dass sie auch unter anspruchsvolleren Bedingungen zuverlässig ihren Weg geht.
Weniger erfreulich verlief die Reise für Yvonne. Die unangenehmen Wellen machten ihr schwer zu schaffen, und die Seekrankheit zwang sie leider dazu, den größten Teil der Fahrt leidend zu verbringen. Wir hoffen, dass die nächsten Etappen für sie deutlich angenehmer werden.
Am Ende überwiegt jedoch die Freude über eine erfolgreiche erste Passage: 35 Seemeilen mehr Erfahrung, viele neue Eindrücke und die Gewissheit, dass die BETTY bereit für weitere Abenteuer ist.
Auf die nächste Etappe!










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