Oskarshamn – Auf den Spuren von Michel und zurück mit voller Kraft

Die wetterbedingte Pause in Oskarshamn nutzten wir, um die Umgebung ein wenig zu erkunden. Schließlich bietet die schwedische Provinz Småland weit mehr als nur schöne Küstenlandschaften – sie ist auch die Heimat einer der bekanntesten Kinderbuchfiguren der Welt.

Zu Besuch bei Michel aus Lönneberga

Wie bereits angekündigt, führte uns unser erster Ausflug zum Katthult-Hof, auf dem die berühmten Filme von Michel aus Lönneberga gedreht wurden. Der Hof liegt idyllisch inmitten der typisch småländischen Landschaft und wirkt noch heute fast so, als könnte Michel jeden Moment um die Ecke kommen – dicht gefolgt von seiner kleinen Schwester Ida oder dem Knecht Alfred.

Eine interessante Besonderheit gibt es übrigens beim Namen der Hauptfigur.

Im schwedischen Original heißt der freche Lausbub nämlich gar nicht Michel, sondern Emil. Da im deutschsprachigen Raum zur damaligen Zeit bereits „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner sehr bekannt war und man Verwechslungen vermeiden wollte, entschied sich der Verlag für eine Namensänderung. So wurde aus Emil schließlich Michel – ein Name, mit dem Generationen von Kindern aufgewachsen sind.

Die Elche müssen warten

Nach dem Besuch des Katthult-Hofs stand eigentlich noch eine Elchsafari auf unserem Programm. Schließlich gehört ein Elch zu Schweden wie der Leuchtturm zur Küste.

Doch das Wetter hatte andere Pläne.

Schon kurz nach unserer Abfahrt setzte starker Regen ein. Aus einzelnen Tropfen wurde innerhalb kürzester Zeit ein kräftiger Landregen, der an eine gemütliche Safari durch die Wälder nicht mehr denken ließ.

Also beschlossen wir kurzerhand, den Ausflug abzubrechen und zurück zur Betty zu fahren.

Manchmal ist das gemütliche Boot eben der schönste Ort, um einem schwedischen Regentag zuzusehen.

Endlich wieder komplett

Der eigentliche Höhepunkt unseres Aufenthalts folgte am Dienstag.

Wie angekündigt traf das Serviceteam von Oceanvolt ein, um unseren defekten Elektromotor im Rahmen der Garantie auszutauschen. Nach den vergangenen Tagen voller Telefonate, Planänderungen und Unsicherheit verlief der Austausch erfreulich reibungslos.

Endlich war die Betty wieder komplett.

Zwei funktionierende Motoren bedeuteten für uns vor allem eines: Sicherheit und deutlich entspannteres Manövrieren in engen Häfen.

Nach einigen abschließenden Kontrollen war klar:

Unsere Reise kann weitergehen.

So nutzten wir die verbleibenden Tage noch für letzte Vorbereitungen, bevor es am Donnerstag wieder hieß:

Leinen los – Kurs Norden!

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